Menschen mit Suchterkrankung

Suchterkrankung ist in der Regel eine Alkohol-, Drogen oder Medikamentenabhängigkeit. Aber auch zum Beispiel Spielsucht und Internetsucht sind Probleme, die gesellschaftlich thematisiert werden müssen. Da bei einer Suchterkrankung oft ein jahrelanger Abusus vorliegt, sind den Betroffenen häufig eine Vielzahl an Folgen schon entstanden oder absehbar. Dazu zählen gesundheitliche Schädigungen, Arbeitslosigkeit, abgebrochene Schul-, oder Ausbildung, Verlust von sozialen Beziehungen, Schulden, Wohnungslosigkeit oder auch Vorstrafen. Diesem breiten Spektrum an Themen stehen die Betroffenen meist hilflos gegenüber, eine Erfahrung, die wiederum zu starkem Suchtdruck führen kann. Betreutes Einzelwohnen kann hier im Alltag begleitend, oder etwa als Anschlussmaßnahme an Klinikaufenthalte oder Therapien gesetzt werden, um den Betroffenen bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben oder der Rückkehr in ein möglichst suchtfreies Leben professionell zur Seite zu stehen. Durch unseren lebensweltorientierten Ansatz bewegen wir uns direkt in der Umwelt des Adressaten und können zeitnah auf sich verändernde Bedarfe reagieren. Viele der Klienten haben eine lange und frustrierende Vorgeschichte an teils abgebrochenen Therapien und Klinikaufenthalten, da viele Konzepte auf Grund ihrer vorausgesetzten Abstinenz die Menschen mit Suchterkrankung teils nicht erreichen. Aus unseren Erfahrungen mit dem Thema Sucht ergibt sich, dass Suchtfreiheit zur Aufnahme und zum Leben im Betreuten Einzelwohnen nicht vorausgesetzt, sondern nur angestrebt werden sollte. Dies ermöglicht einen offeneren Umgang mit der individuellen Suchtproblematik in der täglichen Arbeitet und lässt Raum für die Aufarbeitung von Rückfällen, anstatt sie zu bestrafen.

Menschen mit psychischer Erkrankung

Das Angebot richtet sich an erwachsene psychisch erkrankte Menschen. Diese benötigen vorübergehend oder auf Dauer Unterstützung, um selbstständig leben und wohnen zu können. Der strukturierte Rahmen einer Klinik oder ähnlichen Einrichtung erfüllt nicht länger den Bedarf. Bei den psychischen Beeinträchtigungen handelt es sich um Krankheiten u.a. aus den Bereichen Schizophrenie, Persönlichkeitsstörung, Psychosen und Depression. Der individuelle Status der Erkrankung ist sehr unterschiedlich, daher sind die Betreuungsintensität und der Unterstützungsbedarf verschieden. Individuelle Ziele für die Betreuung werden gemeinsam entwickelt. Grundsätzlich gilt es den Einzelnen in seiner Selbstständigkeit zu befähigen, mit der Erkrankung umgehen und Stabilität im Leben zu erlangen.